Auf ein Wort mit der Geschäftsführung
30 Jahre bvitg: Die Geschäftsführung über drei Jahrzehnte Expertise und die Vision für morgen.
Matthias Meierhofer, Vorstandsvorsitzender
Melanie Wendling, Hauptgeschäftsführerin
Dagmar Brandenstein, Geschäftsführerin bvitg Service GmbH
Interview mit Matthias Meierhofer, Vorstandsvorsitzender des bvitg
Ein Verband, 30 Jahre, hunderte Akteure: Wie bündelt man die Innovationskraft einer ganzen Branche?
Indem man unterschiedliche Interessen strukturiert konsolidiert, fachliche Expertise bündelt und einen verlässlichen Rahmen für Dialog schafft. Der bvitg verbindet Industrie, Politik und Versorgung, übersetzt technische Innovationen in politische Entscheidungsgrundlagen und sorgt dafür, dass Vielfalt nicht zu Fragmentierung, sondern zu gemeinsamer Schlagkraft wird.
Was waren Ihre Highlights der letzten drei Jahrzehnte aus Branchensicht – und insbesondere des bvitg?
Die Entwicklung der Gesundheits-IT von einer Nische zu einem zentralen Pfeiler der Versorgung über alle Sektoren hinweg. Für den bvitg stehen dabei insbesondere seine umfassende technische Expertise, der kontinuierliche Ausbau politischer Relevanz, die Etablierung belastbarer Netzwerke sowie die erfolgreiche Entwicklung der DMEA zur europäischen Leitplattform für digitale Gesundheit im Mittelpunkt.
30 Jahre waren erst der Anfang: Welche digitalen Mauern müssen wir 2026 einreißen?
Zu komplexe Regulierung, fragmentierte Zuständigkeiten und fehlende Investitionssicherheit. Digitalisierung braucht klare Prioritäten, durchgängige Standards und den Mut zur Vereinfachung. Entscheidend ist, Technologie konsequent am Nutzen für Versorgung, Fachkräfte und Patienten auszurichten.
Matthias Meierhofer
Interview mit Melanie Wendling, Geschäftsführerin des bvitg
Ein Verband, 30 Jahre, hundert Akteure: Wie bündelt man die Innovationskraft einer ganzen Branche?
Indem wir klare gemeinsame Ziele definieren, Vielfalt zulassen und als Übersetzer zwischen Politik, Versorgung und Industrie agieren. Der bvitg schafft Räume für Austausch, setzt Standards und gibt der Branche eine starke, geeinte Stimme.
Was waren Ihre Highlights der letzten drei Jahrzehnte aus Branchensicht – und insbesondere des bvitg?
Ein zentrales Highlight ist, dass die Gesundheits-IT heute bei allen relevanten Stakeholdern als unverzichtbarer Teil der Versorgung wahrgenommen wird. Der bvitg hat sich dabei als anerkannte, verlässliche Stimme der Branche etabliert – in Politik, Selbstverwaltung und Öffentlichkeit. Wichtig war zudem, deutlich zu machen, dass Gesundheits-IT ebenso Teil der Gesundheitswirtschaft ist wie die Pharmaindustrie – und entsprechend politisch stärker wahrgenommen, einbezogen und gefördert werden muss.
Und 30 Jahre waren erst der Anfang, oder? Welche digitalen „Mauern“ müssen wir 2026 „einreißen“, welche Health-IT-Themen werden insbesondere fokussiert?
Definitiv erst der Anfang. Einreißen müssen wir Medienbrüche, Datensilos und regulatorische Überkomplexität. Im Fokus stehen 2026 eine nutzbringende elektronische Patientenakte, echte Interoperabilität, KI in der Versorgung sowie Rahmenbedingungen, die Innovation schneller in die Fläche bringen.
Melanie Wendling
Interview mit Dagmar Brandenstein, Geschäftsführerin der bvitg Service GmbH
Sie sind seit dem 1. September beim bvitg als Geschäftsführerin der bvitg Service GmbH für die strategische Weiterentwicklung der DMEA zuständig. Was hat Sie dazu bewogen, diese Position zu übernehmen?
Was mich zum bvitg geführt hat, ist die enorme Dynamik der Health-IT Branche. Der bvitg vereint die Key Player im Bereich Health IT und ist ein Garant für Kompetenz, Innovation und Schlagkraft. Mein Ziel als Geschäftsführerin der bvitg Service GmbH ist es, meine Erfahrungen aus der Vermarktung in die Welt von Digital Health zu transferieren. Wir wollen eine Plattform bieten, auf der man sich nicht nur informiert und austauscht, sondern auf der man die Zukunft der Versorgung physisch und emotional spürt.
Was begeistert Sie an der DMEA?
Für mich ist die DMEA weit mehr als eine Fachmesse – sie ist Innovation und Digitalisierung zum Anfassen. Eine Plattform, auf der sich alle wichtigen Akteure austauschen, ein Ort für den Dialog zwischen Industrie und Politik, ein Raum für den Nachwuchs durch Formate wie DMEA sparks und eine einzigartige Gelegenheit für Start-Ups sich im Rahmen unseres DMEA nova Awards zu präsentieren.
Was ist Ihre Zukunftsvision für Europas wichtigstes Digital Health-Event?
Die DMEA steht für Wachstum und Innovation: Seit 2022 haben sich die Teilnehmerzahlen verdoppelt, die Ausstellerpräsenz stieg von 500 auf 900. Angesichts der enormen Relevanz von KI, ePA und Interoperabilität ist eine konsequente Weiterentwicklung essenziell. Meine erste Amtshandlung war es daher, die Weichen für die DMEA der Zukunft zu stellen. Wir schulden es unserer DMEA-Community, eine Plattform zu bieten, die das Tempo der Health-IT nicht nur abbildet, sondern aktiv mitgestaltet. Um unsere Position als Europas Leitmesse zu festigen, transformieren wir die DMEA ab 2027 mit einem neuen Partner. Unser Ziel: Skalierbarkeit, internationale Exzellenz und eine neue Dimension für Innovation.
Dagmar Brandenstein