ePA für Alle - Die elektronische Patientenakte
Der bvitg hat sich intensiv dafür eingesetzt, die ePA zum Erfolg zu führen, und dabei eng mit dem Bundesministerium für Gesundheit und der gematik zusammengearbeitet. Kommunikation und Ergebnisfindungen waren hierbei nicht immer einfach.

Eine zentrale Anwendung der Telematikinfrastruktur, die die Kommunikation im Gesundheitswesen grundlegend verändern soll, ist die elektronische Patientenakte (ePA) für alle. Im Laufe des Jahres 2024 hat der bvitg in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und der gematik sein Bestes gegeben, damit die Anwendung zum Start Anfang 2025 ein Erfolg werden kann. Kommunikation und Ergebnisfindungen waren hierbei nicht immer einfach. Dadurch, dass die ePA für alle nun das Opt-out-Prinzip umsetzt – also alle gesetzlich Versicherten, die nicht aktiv widersprechen, eine eigene ePA bekommen –, war klar, dass es nicht nur technische Neuerungen gibt, sondern auch grundlegende prozessuale Änderungen in der Versorgung. Offen blieben dabei zunächst die Fragen, wer die Leistungserbringenden kommunikativ hierzu abholt und wie der Change-Prozess bestmöglich gestaltet werden kann. Zum Jahresende hin wurde versucht, die Leistungserbringer:innen über Veranstaltungen und System-Präsentationen zum Thema ePA für alle abzuholen, aufzuklären und so dem (noch) bestehenden Informationsdefizit entgegenzuwirken.
2025 werden wir in enger Abstimmung mit dem BMG und der gematik an der ePA weiterarbeiten. Nach den Grundfunktionen und der elektronischen Medikationsliste folgen im Laufe der kommenden Jahre weitere versorgungsrelevante Prozesse im Medikationsbereich und andere Funktionalitäten.
Wir sind zuversichtlich, dass die ePA ihre Potenziale künftig entfalten und dazu beitragen kann, die Versorgung der Menschen in Deutschland nachhaltig zu verbessern.